Integrative Lerntherapie

Die Integrative Lerntherapie wendet sich an Kinder und Jugendliche, die beim Erlernen des Lesens, Schreibens oder Rechnens scheitern, denen durch schulische Fördermaßnahmen oder Nachhilfe allein nicht geholfen werden kann.

Ziele der Integrativen Lerntherapie

Die Herstellung einer positiven Lernstruktur ist das wichtigste Ziel einer Integrativen Lerntherapie. Eine positive Lernstruktur ist gekennzeichnet durch:

  • Lernfreude
  • Selbstvertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit
  • Vertrauensvolle Beziehungen zwischen Schüler/innen, Eltern und Lehrkräften
  • Leistungsmotivation
  • Anstrengungsbereitschaft
  • Stolz über erzielte Erfolge

Eine positive Lernstruktur ist die Grundlage für dauerhafte Lernerfolge und Voraussetzung für einen konstruktiven Umgang mit Kritik, Misserfolgen, Widersprüchen und Missverständnissen in Lernsituationen. Die Integrative Lerntherapie integriert Erkenntnisse und Verfahren unterschiedlicher Wissenschaften und stimmt sie individuell auf die Fähigkeiten und Bedürfnisse des Kindes ab.  Es wird bei den Stärken des Kindes angesetzt - das ist die Voraussetzung für eine erfolgversprechende Arbeit an den problematischen Lerninhalten.

Die sich dabei einstellenden Erfolgserlebnisse steigern Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl und Lernfreude, ermöglichen die Erfahrung von Selbstwirksamkeit und beeinflussen die gesamte Befindlichkeit des Kindes positiv.

Lerntherapie in Schule

Das Legasthenie-Zentrum Berlin kooperiert mit mehreren Berliner Schulen und bietet Lerntherapie auch direkt in der Schule an. Auf diese Weise werden die Kinder mit Legasthenie und Dyskalkulie in ihrem bekannten Lernumfeld gefördert. Ziel ist es, die Lern- und Schulmotivation wieder herzustellen, grundlegende Fähigkeiten als auch das Selbstwertgefühl zu stärken.

Die Anbindung an die Schule bietet verschiedene Vorteile:

  • es gibt einen regelmäßigen und engen fachlichen Austausch mit den Lehrkräften
  • die lerntherapeutischen Stunden finden eingebettet in den Schultagesplan der Kinder statt
  • es fallen keine zusätzlichen Nachmittagstermine an, den Eltern und dem Kind bleiben zeitaufwendige Wege zu einem Therapiezentrum erspart
  • regelmäßige Beratungsgespräche mit den Eltern und auch gemeinsame Gespräche mit Eltern und Lehrkräften stützen die therapeutische Arbeit

In der Regel findet die Integrative Lerntherapie ein- bis zweimal in der Woche für 50 Minuten als Einzelfördermaßnahme statt oder bei entsprechender Indikation in einer Kleingruppe (drei Kinder).

Weitere interessante Informationen zur integrativen Lerntherapie finden Sie auf der Seite des FIL - Fachverbands für integrative Lerntherapie