Psychische Störungen

Psychotherapie bei Lern- und Leistungsstörungen im LZ Berlin

Teilleistungsstörungen sind Entwicklungsdefizite und zumeist genetisch bedingt oder durch Erkrankungen erworben. Sie wirken sich aber auch früh auf die Persönlichkeitsentwicklung eines Kindes aus. In der Schule machen Kinder und Jugendliche mit Lernbeeinträchtigungen täglich die Erfahrung des Scheiterns. Ihr Selbstbewusstsein leidet. Diese für die Kinder nicht zu verändernde Situation kann zu psychischen Störungen im Sinne einer sekundären Neurotisierung führen. Bis zu 40% der Kinder und Jugendlichen mit Lese- Rechtschreibstörungen leiden auch unter ADHS, bei 66% der Kinder und Jugendlichen mit LRS treten Verhaltens- und emotionale Störungen auf. Die Suizidalitätsrate ist deutlich erhöht. Zu den psychischen Störungen gehören insbesondere internalisierende Störungen wie Angststörungen, depressive Störungen oder psychosomatische Symptome - aber auch externalisierende Störungen wie Störungen des Sozialverhaltens. Häufig haben bereits frühe Beziehungserfahrungen unbewusste Ängste erzeugt, die jetzt zu tiefgreifenden Störungen der aktuellen Beziehungen in Familie und Peergroup führen.

Eine teilhabeorientierte Psychotherapie umfasst die Reduktion psychischer Auffälligkeiten, was die Bearbeitung emotionaler, oft unbewusster Konflikte ebenso wie den Abbau von Verhaltensstörungen einschließt sowie ein Kompetenztraining, das dem Kind das Erlernen des Lesens, Schreibens, Rechnens ermöglicht und das Bemühen um eine Anpassung von Familie und Schule an die spezifischen Bedürfnisse des lerngestörten Kindes einschließt. Gerade bei psychisch unsicheren Kindern gelingt Lernen nur in vertrauten Bindungsbeziehungen. In der Psychotherapie wird dem Kind daher Gelegenheit gegeben, seine inneren Gefühle und Bedürfnisse zum Ausdruck zu bringen, um so ein besseres Verständnis der seelischen Konflikte zu gewinnen und Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Die fachliche Herausforderung der psychotherapeutischen Behandlung von Kindern mit psychischen Störungen und Lernstörungen besteht darin, dass das Störungsbild sowohl die Behandlung von emotionalen Problemen und Verhaltensdefiziten als auch die Bearbeitung von Funktionsdefiziten (Lesen, Schreiben, Rechnen und Konzentration) erfordert.

Auf der Grundlage einer vertrauensvollen und stabilen therapeutischen Beziehung ist es dann von großer Bedeutung das Lesen, Schreiben bzw. Rechnen in die Therapie einzubringen, um dann im Umgang damit, die sich zeigenden Gefühle, Übertragungen, Abwehrtendenzen und Schwierigkeiten mit dem Kind zu bearbeiten. Lernförderung wird hier zur Konfrontationstherapie, die nicht nur Leistungen unmittelbar verbessern, sondern auch Ängste reduzieren und die Selbstwirksamkeitserwartung steigern kann.

Info & Beratung

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