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Aufmerksamkeitsstörung

Kinder mit Aufmerksamkeitsstörungen sind unkonzentriert, unruhig oder impulsiv. Sie haben Probleme mit der Wahrnehmung und Verarbeitung von Informationen. Sie reagieren auf Reize unangemessen oder es gelingt ihnen nicht ihre Aufmerksamkeit auf eine Aufgabenstellung zu richten. Sie beachten Einzelheiten nicht und machen Flüchtigkeitsfehler. Die Aufmerksamkeit bei Aufgaben oder Spiel für längere Zeit aufrechtzuerhalten fällt ihnen schwer. Sie scheinen nicht zuzuhören, wenn andere sie ansprechen. Erklärungen werden nicht beachtet und Anweisungen oder Aufträge werden nicht durchgeführt. Es fällt ihnen schwer Aufgaben und Aktivitäten zu organisieren. Aufgaben, die länger dauernde geistige Anstrengungen erfordern vermeiden sie. Leicht lassen sie sich durch äußere Reize ablenken und haben Probleme wenn verschieden Reize parallel verarbeitet werden müssen. Bei Alltagstätigkeiten sind sie vergesslich und verlieren häufig Gegenstände, die sie für Aufgaben oder Aktivitäten benötigen.

Hyperaktive Kinder haben Schwierigkeiten sich ruhig zu beschäftigen. Sie sind ständig in Bewegung, rutschen auf dem Stuhl herum, zappeln mit Händen und Füßen, stehen auf in Situationen, in denen Sitzen bleiben erwartet wird oder klettern in unpassenden, auch gefährlichen Situationen. Auch reden sie häufig übermäßig viel.

Impulsive Kinder können es nur schwer ertragen wenn sie warten müssen. Sie platzen mit der Antwort bereits heraus, bevor die Frage gestellt ist oder stören andere indem sie Gespräche oder Spiele unterbrechen.

Kinder mit gestörter Aufmerksamkeit zeigen häufig auch in weiteren Bereichen auffälliges Verhalten. Sie können ihre Bewegungen schlecht koordinieren. Von anderen Menschen werden sie häufig abgelehnt. Manchen fällt es schwer, sich in der Familie, im Freundeskreis oder Lehrern gegenüber angemessen zu verhalten. Sie sind aggressiv, verhalten sich oppositionell oder verweigern gemeinsame Aktivitäten. Störungen der visuell – räumlichen Wahrnehmung und des Gedächtnisses führen zu schlechten Leistungen im Lesen, Schreiben oder Rechnen. Häufige Misserfolge haben Selbstzweifel, ein niedriges Selbstwertgefühl,  Ängste oder depressive Verstimmungen zur Folge.